Vogel des Jahres 2026 – Eisvogel

Eisvogel mit blauem und orangenem Gefieder
© Beat Rüegger / BirdLife

Einer der schönsten Vögel unserer Gewässer ist der auffällig blau und orange gefiederte Eisvogel. Er zeigt an, dass die Orte, an denen er gesehen wird, noch intakt, die Flüsse noch klar, die biologische Vielfalt vorhanden und die Lebensräume voller Dynamik sind.

Leider verschwinden genau diese Orte infolge von Verbauungen, Verschmutzung und Störungen immer mehr. Mit gezielten Renaturierungen und Rücksicht auf seine Brut- und Jagdplätze kann dieser wunderschöne Vogel aber erhalten werden.

Dank der Anstrengungen im Bereich Gewässerschutz und der Rücksicht der Spaziergänger und Naturfreunde kann er mit etwas Glück auch in unserer Gemeinde beim Jagen an der Surb beobachtet werden.

Eisvogel in seinem Lebensraum
© www.eisvogel.land

Mit seinem türkisblauen Rücken und dem orangen Bauch ist der Eisvogel ein sehr auffälliger Vogel. Im Gegensatz zum Männchen mit einem schwarzen Unterschnabel hat das Weibchen einen orange gefärbten Unterschnabel. Trotz seiner auffälligen Farben ist der Eisvogel oft nur selten und nur sehr kurz zu beobachten. Wenn man seinen durchdringenden «Zjii»-Ruf hört, ist er meist schon vorbeigeflogen: geradlinig, mit schnellem Flügelschlag und knapp über der Wasseroberfläche.

Der Eisvogel liebt fischreiche und klare Gewässer, die stillstehen oder langsam fliessen. Er jagt neben anderen Wasserlebewesen hauptsächlich kleine Fische. Diese entdeckt er von einer Sitzwarte aus, stürzt sich pfeilschnell ins Wasser, packt sie mit dem Schnabel und verspeist sie anschliessend zurück auf seiner Sitzwarte.

Eisvogel nahe am Wasser
© Ralph Martin / BirdLife Schweiz

Die Partnersuche findet in der Regel im Februar und März statt und wird von schnellen Verfolgungsflügen begleitet. Oft wird das Weibchen auch mit kleinen Fischen beschenkt.

Gebrütet wird in 40 bis 80 cm langen Bruthöhlen, die der Eisvogel in sandige oder lehmige Uferwände gräbt. Das Weibchen legt meist sechs bis sieben Eier, die drei Wochen ausgebrütet werden. Gefüttert werden die Jungvögel mit Insekten und später auch mit kleinen Fischen. Nach drei bis vier Wochen verlassen die Jungvögel das Nest. Schon bald darauf werden sie von den Eltern vertrieben und müssen sich bis im Herbst ein eigenes Revier suchen. So können die Eltern pro Jahr zwei bis drei Mal Nachwuchs zur Welt bringen.

Weitere Informationen und Bilder findet ihr bei BirdLife Schweiz. Die Bilder auf der Originalseite stammen ebenfalls von BirdLife Schweiz.

← Zurück zu Anlässe