Vogel des Jahres 2025 – Rotkehlchen

Das Rotkehlchen, umgangssprachlich auch «Rotbrüstli» genannt, ist einer unserer häufigsten Singvögel und trägt seinen melodiösen Gesang sogar im Herbst und Winter vor.

Es ist sehr gut und einfach an seiner orangeroten Brust, seiner kleinen und runden Gestalt und den grossen Knopfaugen zu erkennen und vor allem im Winter ein häufiger Gast an der Futterstelle im Garten.

Rotkehlchen mit orangeroter Brust
© Michael Gerber / Birds-online.ch

Rotkehlchen-Paare können sich schon früh im Jahr bilden, die Brut beginnt aber frühestens ab Ende März. Den Nestbau und die Brut übernimmt vor allem das Weibchen. Aufgabe des Männchens ist die Revierverteidigung.

Das Nest des Rotkehlchens besteht oft aus Moos, Blättern und Halmen und ist meist sehr gut getarnt und versteckt am Boden, zum Beispiel unter einem dichten Busch oder einem Wurzelstock. Man findet es aber auch in Mauernischen, Nisthilfen, an Gebäuden oder anderen ungewöhnlichen Standorten.

Das Rotkehlchen brütet normalerweise mindestens zweimal im Jahr und das Gelege besteht meist aus durchschnittlich sechs Eiern.

Rotkehlchen in seinem natürlichen Lebensraum
© Michael Gerber / Birds-online.ch

Gefüttert werden die Jungen von Vater und Mutter mit Insekten, Spinnen und Würmern, die sie vor allem in Sträuchern und am Boden finden. Nach rund zwei Wochen verlassen die gut getarnten, braun gesprenkelten Jungvögel das Nest.

Rotkehlchen
© Michael Gerber / Birds-online.ch

Das Rotkehlchen bevorzugt struktur- und abwechslungsreiche Lebensräume, in denen es Nahrung findet und geschützt brüten kann. Auch im eigenen Garten kann man es mit einer dichten Strauchhecke aus einheimischen oder dornenreichen Sträuchern unterstützen. Diese bietet ihm nicht nur Nistplätze, sondern auch Schutz vor Nesträubern.

Im Herbst werden beerentragende Büsche wie Holunder, Vogelbeere oder Pfaffenhütchen gerne von ihm besucht und erfreuen auch das Auge des Gartenbesitzers mit ihren Farben.

Als Insektenfresser ist das Rotkehlchen auf strukturreiche Gärten angewiesen. Es empfiehlt sich, vor allem im Herbst das Laub liegen zu lassen oder Laub- und Asthaufen anzulegen. Diese dienen Insekten als Unterschlupf und bieten dem Rotkehlchen und auch dem Igel im Winter Nahrung.

Weitere Informationen und Bilder findet ihr bei BirdLife Schweiz. Die Bilder auf der Originalseite stammen ebenfalls von BirdLife Schweiz.

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